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Der Weg nach draußen
Aus dem Berg ans Tageslicht
Der Abbau von Erz war nur der erste Schritt im Bergbau. Mindestens ebenso aufwendig war der Transport des gewonnenen Materials aus dem Berginneren bis an die Oberfläche.

Aus dem Berg ans Tageslicht

Der Weg nach draußen

Das im Berg abgebaute Gestein wurde von den Knappen auf unterschiedliche Weise nach außen befördert. Häufig geschah dies über Stollen mit leichtem Gefälle, durch die das Material transportiert oder in Schächten nach oben gehoben wurde. Dabei kamen einfache Hilfsmittel wie Ledersäcke, Holzkübel und Erztröge zum Einsatz.

Innerhalb der Stollen nutzten die Knappen oft den sogenannten Hund – einen vierrädrigen Transportkarren (Abb. 1). Dieser wurde auf hölzernen Bohlen, dem sogenannten Gestänge, geschoben. Das Gestänge führte über den Stollenausgang hinaus bis zur Halde. Außerhalb des Berges verlief hierbei der Transportweg häufig durch einen gemauerten Gang, den Schneekragen, der Schutz vor Witterung, Lawinen und Steinschlag bot.

Damit der Hund sicher auf den Bohlen blieb, verfügte er an der Vorderseite über einen sogenannten Leit- oder Spurnagel, der in den Spalt zwischen den Bohlen griff und verhinderte, dass er vom Gestänge rutschte. Im 18. Jahrhundert ersetzte man die hölzernen Gestänge durch eiserne Schienen und die Holzräder durch eiserne Räder mit Spurkränzen. Dadurch wurde der Spurnagel überflüssig.

Für den vertikalen Transport in Schächten entwickelten die Knappen verschiedene technische Lösungen. Ähnlich wie bei der Förderung von Grubenwasser kamen zunächst Haspeln und Göpel zum Einsatz. Später ermöglichten durch Wasserkraft betriebene Hebemaschinen größere Förderleistungen. Förderhöhen von über hundert Metern wurden jedoch erst mit der Erfindung der Dampfmaschine und der Einführung des Drahtseils zu Beginn des 19. Jahrhunderts möglich.

 

Abb. 1 Hund mit Leitnagel
Abb. 2 Haspel
Abb. 3 Göpel
Abb. 4 Wassergetriebene Hebemaschine

 

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Das Projekt „Knappenweg Telfes: touristische Revitalisierung, (digitale) Kommunikation und kulturelle Vermittlung“ wurde im Rahmen von LEADER 2023-2027 – LEADER Wipptal – Nationaler GAP Strategieplan – Autonome Provinz Bozen finanziert.

 

Idee, Konzeption und fachliche Begleitung:

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