16.05. - 31.10.2026
Eine Recherche der Fotografin Franziska Gilli und der Reporterin Barbara Bachmann
In kaum einem anderen europäischen Land sind weibliche Stereotype so verbreitet und widersprüchlich wie in Italien. Unter dem Einfluss von katholischer Kirche, Faschismus und Medien haben sich zwei gegensätzliche Rollenbilder besonders verfestigt: die Hure und die Heilige. Gilli und Bachmann gehen der Frage nach, was es heute bedeutet, in Italien eine Frau zu sein, und stellen in fotografischen Porträts und persönlichen Geschichten differenzierte Lebensrealitäten den gängigen Klischees gegenüber.
Im Zusammenspiel mit der weiterhin gezeigten Ausstellung „Den Aufstand proben“ sowie den historischen Beständen des Museums eröffnet die Ausstellung einen Raum, der sich mit Fragen von Geschlechterverhältnissen, gesellschaftlicher Teilhabe und Handlungsspielräumen auseinandersetzt. Vergangenheit und Gegenwart treten dabei in einen Dialog, der zentrale Themen des Museums – wie Mitbestimmung, soziale Dynamiken und gesellschaftlichen Wandel – neu verhandelt.
Das Museum versteht die Ausstellung als Beitrag zu einer aktuellen Debatte, die angesichts digitaler Echokammern und Phänomene wie der sogenannten „Mannosphäre“ zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Besucherinformationen:
Stadt- und Multschermuseum Sterzing
Deutschhausstraße 11
I-39049 Sterzing
Tel.: +39 0472 766464
E-Mail: museum@sterzing.eu
www.mitmischen-macome.com
Instagram: vipiteno_museum
Öffnungszeiten (Mai–Oktober):
Donnerstag bis Samstag: 10–12.30 Uhr und 14–17 Uhr
Im Juli und August zusätzlich Dienstag und Mittwoch geöffnet
An Feiertagen bleibt das Museum geschlossen
Eintritt:
Erwachsene: 5,00 €
Schülerinnen und Studierende unter 27 Jahren: 2,50 €
Kinder unter 6 Jahren, Menschen mit Beeinträchtigung und Begleitperson, Inhaber*innen von Gästekarten sowie ICOM-Mitglieder und Presse: gratis
Führungen nach Anmeldung (bis 25 Personen): 20,00 €
Kontakt für Presseanfragen:
Michaela Stolte
Stadt- und Multschermuseum Sterzing
museum@sterzing.eu